CMD - Cranio-Mandibuläre Dysfunktion

Sie leiden unter Kopfschmerzen bzw. Gesichtsschmerzen unbekannter Herkunft? Craniomandibuläre Dysfunktion (Kraniomandibuläre Dysfunktion) ist ein Sammelbegriff für unterschiedliche Störungen und Beschwerden des Kausystems (Craniomandibulärsystem). Im englischen Sprachraum spricht man von Temporomandibular Disorders (TMD) oder temporo-mandibular-Joint-Disease (TMJ).

CMD - eine häufig auftretende Erkrankung

Nicht jeder Mensch, der unter Migräneanfällen, Kopfschmerzattacken oder Schmerzen im Nacken- und Rückenbereich leidet, ist auch von einer CMD betroffen. Jedoch ist eine unerkannte Craniomandibuläre Dysfunktion viel häufiger ein Zeichen vielfältiger, chronischer Beschwerden, als allgemein angenommen.

Der Zahnarzt ist der richtige Ansprechpartner bei einer CMD!

Unzählige Betroffene haben eine wahre Odyssee hinter sich. Oft über Jahre hinweg suchen sie eine Vielzahl von verschiedenen Fachärzten auf, um Hilfe zu finden. Für viele Patienten ist erst der Gang zum spezialisierten Zahnarzt das Ende einer Reihe von langwierigen Diagnosen und Behandlungen. Die Erfahrung zeigt, dass bei 80 bis 90 Prozent der Patienten Stress und Belastungen im Privaten und im Beruf eine große Rolle spielen. Zusätzlich kommen häufig muskuläre Verspannungen und Okklusionsstörungen (Okklusion "Verschließung" = Kontakte zwischen den Zähnen des Ober- und Unterkiefers) dazu und verstärken die Beschwerden.

CMD-Schmerzen

Die Behandlung einer CMD

Die Behandlung der CMD erfolgt in der Regel durch eine umfangreiche Diagnostik zur genauen Bestimmung möglicher Ursachen. Hierbei ist eine umfassende klinische Untersuchung nötig. Weiterhin müssen Gipskopien Ihrer Zähne (Modelle) in ein künstliches Kiefergelenk (Artikulator) übertragen und dort analysiert werden. Nach dieser Diagnostik können mögliche Ursachen der CMD eingegrenzt und spezifisch und interdiziplinär behandelt werden. Verspannungen der Kau- und Nackenmuskulatur, welche häufig eine CMD begleiten, werden von mit uns kooperieren und speziell geschulten Physiotherapeuten behandelt. Störungen im Zusammenbiss (Okklusionsstörungen) werden mit einer Aufbissschiene, die für Sie individuell im Zahnlabor hergestellt wird, therapiert. Hierbei spielen die Beachtung einer entspannten Bisslage, der persönlichen Bewegungsmuster und die Einstellung der Bisshöhe eine große Rolle. Zusätzlich kommen bei schweren Schmerzen eine medikamentöse Therapie, alternative Heilverfahren, Schmerz- oder psychosomatische Therapie zur Anwendung. Durch Ihren Hausarzt werden Sie dann an den entsprechenden medizinischen Fachkollegen überweisen. Oberstes Ziel unserer Therapie ist dabei Ihre Beschwerdefreiheit. Die Behandlung erfolgt in mehreren Sitzungen.

Kosten

Die aufwendige und umfangreiche Diagnostik bei craniomandibulären Dysfunktionen werden von der gesetzlichen Krankenkasse leider nicht übernommen. Hier müssen Sie mit einer Zuzahlung rechnen. Die darauffolgende Therapie (Aufbissschiene, Physiotherapie usw.) wird in der Regel von Ihrer Krankenkasse bezahlt.

Aktiv dabei sein

Moderne Menschen wollen aktiv am Leben teilnehmen: Im Beruf, im Freundeskreis und in der Familie. Wer unter chronischen Kopfschmerzen leidet, ist oft nicht in der Lage dazu. Man wird abgestempelt als "kränkelnd", "unzuverlässig" und nicht belastbar. Nach erfolgreicher Behandlung haben Sie wieder mehr Spaß am Leben!

Resilienztest zur CMD-Diagnostik

Zurück nach oben

© 2019 Dr. S.Quaas Impressum/Datenschutzerklärung